Veröffentlicht in Reisen

Ab in den Norden…

Unter diesem Motto steht unser diesjähriger Urlaub: Seit gestern sind wir „on the road“ – in unserem schnuckeligen Punto durchfahren wir die deutschen Lande und wagen uns bis zu den Hanseaten vor.
Unser 1. Ziel ist Ulm, ein malerisches Städtchen mit netten Fachwerkhäusern und dem weltberühmten Ulmer Münster. Der Turm dieser evangelischen Kirche ist der höchste Kirchturm der Welt, der mit 161,53 m Höhe das Stadtbild dominiert. Natürlich können wir uns die Besteigung dieses Wahrzeichens nicht entgehen lassen.
Frohen Mutes marschieren wir von unserer Pension (mit sehr kleinem Zimmer und winzigem Bad) in die Altstadt und nach der Besichtigung der Kirche erklimmen wir die ersten der insgesamt 768 Stufen. Über eine enge Wendeltreppe, von der sich uns der Kopf dreht, erreichen wir die erste Zwischenstufe. Dort kann man im Turminneren Bilder der anderen hohen Kirchtürme der Welt besichtigen – stolz stellen wir fest, dass wir einige dieser Kirchen bereits gesehen haben. 🙂 Der Ausblick über die Stadt ist von dieser „Plattform“ nicht so prickelnd, da er derzeit von Baugerüsten verstellt wird. Nach einer Verschnaufpause geht’s weiter nach oben. Bevor uns ganz schwindlig wird, erreichen wir den nächsten Absatz auf 102 m. Der Wind pfeift uns um die Ohren und wir können nun endlich das Panorama über die Baden-Württembergische Stadt genießen, mit Blick über die Donau nach Bayern. Von leichter Höhenangst geschüttelt sind wir überzeugt, dass wir bereits den höchsten zugänglichen Punkt erreicht haben. Denkste! Über uns hebt sich das Spitzdach gen Himmel, in der Mitte gestützt von einer weiteren Wendeltreppe. Diese führt als einziger Auf- und gleichzeitiger Abstieg bis fast ganz hinauf, auf ca. 140 m. Der rege Auf- und Abstiegsverkehr der anderen Touristen hilft uns bei der Entscheidung: hopp oder ex – rauf oder runter? Wir entscheiden uns für runter – schließlich müssen wir uns ja noch was für den nächsten Ulmbesuch aufsparen; da geht’s dann bis ganz hoch! 😉
Wieder auf dem sicheren Münsterplatz gelandet, machen wir das Zentrum unsicher. In der Fußgängerzone finden sich die allgegenwärtigen Filialen der verschiedenen internationalen Ladenketten, durchsetzt von mittelalterlichen Fachwerkhäusern und Bierstuben. Auf dem Weg zurück in die Pension besichtigen wir das Fischerviertel. Dieses wird durchzogen von der Blau und der Iller, das Rauschen des „Bächleins“ beschert uns eine fast schlaflose Nacht. Im Fischerviertel steht das „Schiefe Haus“, ein vom Guinnessbuch der Rekorde ausgezeichnetes Fachwerkhaus aus dem 14. Jahrhundert. Das heute als Hotel genutzte Haus weist in den Zimmern Niveauunterschiede bis zu 40 cm auf, die Fassade hängt 9-10° über.
Ein Spaziergang entlang der Donau bringt uns zu einer Brücke, die nach Neu-Ulm, also nach Bayern, führt. Nach einer Stippvisite im Nachbarbundesland beschließen wir den Abend mit einem leckeren Cocktail am Donauufer.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Zimmer (die winzige Pension hatte keinen Frühstücksraum) machen wir uns auf den Weg nach Göttingen. Nach fast 500 km Fahrt erreichen wir etwas erschöpft unser Ziel. Wir haben grad eingecheckt, als das Ende der Welt über Göttingen hereinbricht – so hört sich das heftige Gewitter inklusive Wolkenbruch zumindest an. Überglücklich, dass uns der Regen nicht auf der Autobahn überrascht hat, entspannen wir im sympathischen Zimmer, das sich dieses Mal im Keller befindet. Im Bad gibt’s sogar eine Regendusche und genügend Platz, um sich umzudrehen. 😉 Wenn das Gewitter in absehbarer Zeit aufhört, werden wir noch eine Runde im Zentrum der Universitätsstadt machen, wenn nicht, speisen wir im Hotelrestaurant und verschieben den Stadtrundgang auf morgen Früh. (Klick aufs Bild zum Vergrößern)

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Ein Kommentar zu „Ab in den Norden…

  1. Hoi Medchen, wenn die nächsten Etappen a so kommentiersch, bin i jo fost selber drbei!!
    schod, dass es net goooooonz aui seids. i hett di schun mitgnummen.
    I freih mi schun af mehrer Fotos!!!

    Gefällt mir

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