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Buchtipp #2: Eines Abends in Paris

Ich bekenne, ich bin bzw. war ein richtiger Bücherwurm.

In meiner Kindheit und Jugend habe ich Bücher förmlich verschlungen und mich durch die ganze Pfarrbibliothek gelesen. Einige der Bücherreihen für Mädchen habe ich auch mehrmals gelesen – ich erinnere mich zum Beispiel noch gut daran, dass ich „Nesthäkchen“, „Cindy“ und „Unsere kleine Farm“ 3-4 Mal oder öfter ausgeliehen habe. Die Geschichten haben mich fasziniert und ich habe mich wohl mit den Hauptfiguren identifiziert. Interessanterweise fand ich aber auch die „Knickerbockerbande“ und die „Fünf Freunde“ toll, die eine ganz andere Art von Kinder-/Jugendbücher waren.

Während meiner Studienzeit habe ich – dank des Films, der 2001/2002 in die Kinos kam – den „Herrn der Ringe“ kennengelernt und die 1.200 oder wie vielen Seiten in den Semesterferien in einem Rutsch durchgelesen. Es war wohl auch in diesen ersten Studienjahren, als das Harry-Potter-Fieber ausbrach. Anfangs war ich ja sehr skeptisch und hatte keinen zweiten Blick für diese „Kinder-Fantasy-Bücher“ übrig. Nachdem aber nicht nur meine Schwester, sondern auch meine Mutter alle Bände gelesen hatten, habe ich mich dazu „herabgelassen“, es ihnen gleich zu tun. Und siehe da: Ich war fasziniert und zurzeit begleiten mich die Abenteuer von Harry, Ron und Hermine als Hörbuch während ich nähe.

Leider leider muss ich sagen, dass ich seit ein paar Jahren immer weniger Bücher lese. 2014 waren es grad mal 19.

Das letzte Buch, das ich gelesen habe und euch hier empfehle, war „Eines Abends in Paris“ von Nicolas Barreau. Zurzeit lese ich an einem Schinken mit über 900 Seiten – nur gut, dass ich es als E-Book lese, sonst würden meine Arme beim Lesen abends im Bett sehr schnell schlappmachen. Auch dieser Roman ist lesenswert, aber doch etwas langatmig, weshalb ich ihn wohl eher nicht vorstellen werde.

Hier ist die Zusammenfassung, die ich einfach von der Südtiroler Onleihe kopiert habe, da ich sie ganz gut gelungen finde:

„Alain Bonnard, Besitzer eines kleinen Programmkinos in Paris, das früher seinem Onkel gehörte, ist Nostalgiker aus Überzeugung. In seinem Cinéma Paradis gibt es keine Eimer mit Popcorn, keine XXL-Colabecher, keine Hollywood-Blockbuster. Ein schlechtes Konzept zum Überleben. Doch Alain hält an seinen Qualitätsansprüchen fest. Er möchte Filme zeigen, die Träume schenken, und er mag die Menschen, die in sein Kino kommen. Ganz besonders diese bezaubernde schüchterne Frau im roten Mantel, die jeden Mittwoch erscheint und sich immer in die Reihe 17 setzt. Was für eine Geschichte sie wohl hat? Eines Abends fasst sich Alain ein Herz und bittet die schöne Unbekannte zum Abendessen. Die zarteste aller Liebesgeschichten bahnt sich an, da passiert etwas, das das Leben des eigenwilligen Kinobesitzers völlig auf den Kopf stellt: Das Cinéma Paradis soll Schauplatz in Allan Woods neuem Film Zärtliche Gedanken an Paris werden. Solène Avril, die Lieblingsschauspielerin des berühmten amerikanischen Regisseurs, kennt das Kino noch aus Kindertagen und hat es sich in den Kopf gesetzt, dort zu drehen. Alain ist völlig überwältigt, als er den kapriziösen Star persönlich kennenlernt. Mit einem Mal stehen das kleine Filmtheater und sein Besitzer im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Der plüschige Kinosaal ist nun jeden Abend ausverkauft. Doch da ist eine Sache, die denjungen Mann sehr beunruhigt: Die Frau im roten Mantel, von der er nicht viel mehr weiß als ihren Vornamen, ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Zufall? Alain begibt sich auf die Suche und erlebt eine Geschichte, wie sie kein Kino schöner erfinden kann.“ Quelle: Internetseite der Südtiroler Onleihe

Hach, was für eine schöne romantische Geschichte. Und so einnehmend geschrieben. Ich wollte gar nicht mit dem Lesen aufhören. 🙂 Ich geb’s ja zu, ich mag diese Art von Roman sehr gerne: nette, einfache Geschichten, bei denen man sich nicht übermäßig konzentrieren muss, die angenehm dahinplätschern und gute Laune machen. Allzu kitschig dürfen sie aber nicht sein! 😉

Das Schönste an diesem Buch war jedoch: Während der Lektüre fühlte ich mich fast in „Das Kino“ in Salzburg zurückversetzt – ein kleines Programmkino, in dem ich mit meinen Freundinnen unzählige Filme gesehen habe. Das waren noch Zeiten, als wir – trotz magerer Studentenbudgets – so gut wie jede Woche im Kino waren! Wer von euch erinnert sich noch daran? 😉 Ach, ich werde noch ganz nostalgisch, v.a. weil ich ja vor kurzem wieder in Salzburg war und sogar an diesem Kino vorbeigefahren bin… Das war eine schöne Zeit mit meinen Mädels im Studentenheim! *seufz*

Bevor ich noch anfange, in Gedanken an die Studienzeit laut vor mich hinzuseufzen, höre ich mal lieber mit dem Schreiben auf und schicke den Text ab. 😉

Quelle Titelbild: Internetseite der Onleihe

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