Veröffentlicht in Gelesenes

Buchtipp #4: Madame Picasso

Ich hab’s ja eigentlich nicht so mit Kunst.

Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen usw. sagen mir nicht wirklich viel und auch wenn ich einige große Museen (Louvre, Centre Pompadour, Musée d’Orsay, Vatikanische Museen, Uffizien) besucht habe, so muss ich zugeben, dass meine Haupterinnerungen daran schmerzende Füße sind… Haltet mich für eine Banausin, aber das ist einfach nicht meins. Ich sehe mir lieber andere Sachen an, auch wenn ich nicht in jede Kirche (oder Synagoge…) und Burg hineingehen muss.

Trotz dieses – nennen wir es ruhig bei seinem richtigen Namen – Desinteresses gegenüber Kunst und Malerei trägt das Buch, das ich zuletzt gelesen habe, den Titel „Madame Picasso“. Und ja, richtig, es geht um den berühmten Maler Pablo Picasso. Und seine Frau. Und seine Geliebte(n).

Zum Inhalt: Anfang des 20. Jahrhunderts war Paris eines der Zentren des mondänen Lebens, die Stadt der Künstler und des „savoir vivre“. Die größten Künstler, Dichter und Denker trafen sich dort und lebten, liebten und litten gemeinsam. Eva ist eine junge Frau, die eines Tages ihre Eltern in einem Pariser Vorort verlässt, um im Herzen der Großstadt ihr Glück zu versuchen. Dank einer Freundin erhält sie eine Anstellung im Moulin Rouge – als Schneidergehilfin und später Kostümbildnerin. Eines Abends sieht sie während einer Vorstellung erstmals Pablo Picasso im Publikum, ohne zu wissen, wer er ist. Bei einer Ausstellung kreuzen sich ihre Wege erneut und diese Begegnung stellt ihrer beider Leben auf den Kopf. Sie verliebt sich in ihn und er ist fasziniert von ihr, sieht in ihr seine Muse und Inspiration. Es kommt, wie es kommen muss, mag es anfangs noch so unwahrscheinlich und aussichtslos scheinen: Sie finden über Umwege zueinander und verloben sich schließlich. Ob es zur Hochzeit kommt oder nicht und wie die Geschichte ausgeht, verrate ich hier jedoch nicht. 🙂

Der Roman von Anne Girard ist keine Biografie im engeren Sinn, sondern erzählt die intensive Liebesgeschichte zwischen einem der größten Künstler des letzten Jahrhunderts und seiner Muse. Vieles ist Fiktion, die jedoch nahtlos mit dem historischen Hintergrund verschmilzt und das Buch bis zu einem gewissen Grad wie eine authentische Wiedergabe realer Begebenheiten scheinen lässt. Es ist ein Abtauchen und nostalgisches Schwelgen in der Glitzerwelt Paris‘ vor rund hundert Jahren, ein Blick hinter die Kulissen und eine bezaubernde Romanze – ein Buch für alle Fans von intelligent geschriebenen und bewegenden Liebesgeschichten.

Quelle Beitragsbild: Biblio24

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